Marten River Campground nach Astotin Lake Campground, Elk Island National Park (316 km)

Die ganze Nacht hat es wie aus Kübeln gegossen… Wir machen das Wohnmobil startklar und fahren nach vorne zum Eingang, ich dusche noch einmal, denn auf unserem nächsten Übernachtungsplatz haben wir nur eine “unserved site” und sehr wahrscheinlich kein fließendes Wasser – also auch keine WCs und Duschen…

Auf dem Highway 88 fahren wir Richtung Süden nach Slave Lake, wir wollen uns bei Canadian Tire eine neue Kartusche Propan für den Grill besorgen. 10:45 Uhr Abfahrt Slave Lake Highway 2 Richtung Osten. Nach 60 km teilt sich die Strecke in Highway 2 und Highway 44, kurzes Nachdenken und Entscheidung: wir bleiben weiter auf dem Highway 2, jetzt Richtung Süden, in der Hoffnung, dass die Straßenqualität hier besser ist…

Farmland und Wald wechseln sich ab, die Strecke ist wenig befahren und auf den ersten 35 km neu asphaltiert, aber auch danach ist die Staße okay. Es ist kaum zu glauben, aber es regnet schon die ganze Strecke, das Tiefdruckgebiet ist schon sehr ausgedehnt… 🙁

Nach weiteren 60 km biegen wir links ab und folgen weiter dem Highway 2 (East) Richtung Athabasca und Edmonton. Wir fahren durch die kleine  Ortschaft Athabasca, der gleichnamige See liegt geschätzt 1000 km weiter nordöstlich

Hinter Athabasca wechseln wir für nur wenige Kilometer auf den Highway 827 South, dann biegen wir auf den Highway 663 East ab.. Nach weiteren 10 Kilometern auf den Highway 63 South…  Die Landschaft bietet hier viel Farmland und weit auseinander liegende Farmen.

Sonst kommen die „Tim Horton’s“ alle paar Kilometer – aber wenn man mal eins benötigt, ist natürlich keins in Sicht…
Wie gut, dass wir eine Toilette an Bord haben. 🙂

Nach 65 km geht’s weiter auf dem Highway 829 South… und es regnet immer noch. 🙁
Der asphaltierte Highway endet dann ziemlich unvermittelt und führt als Schotterpiste weiter – das wollen wir unserem Wohnmobil dann doch nicht zumuten und machen kehrt.

Wir fahren ein paar  Kilometer weiter und nehmen dann  den Highway 38 West. Vor uns biegt ein Lkw ab, das lässt hoffen, dass dieser Highway nicht in einer Schotterpiste endet…

Tut er nicht, aber wir biegen auf Anweisung unseres Navi nach wenigen Kilometern auf den 830 South ab… bislang noch kein Hinweis auf den Elk Island National Park, aber unsere “Else” meint, wir sind in 25 Minuten am Ziel… Mal schauen. 😐

Einige Minuten später… Wir sehen in einiger Entfernung den ersten geschlossenen Bahnübergang seit Beginn unserer Reise. Da die kanadischen Loks häufig bis zu 100 Waggons ziehen, kann es jetzt dauern, aber wir haben Glück, als wir dort ankommen , ist der Zug gerade durch… Am nächsten Übergang, der nur ca 1 km entfernt liegt, müssen wir dann warten… Nur drei Minuten, der Großteil der Canadian Pacific war schon durch…

Und dann geht’s auf den Highway 15 East…

So, wir nehmen die hoffentlich letzten paar Kilometer auf dem Highway 831 South in Angriff und entdecken links einen riesigen Schrottplatz mit hunderten Autowracks!

Ankunft um 14:35 Uhr am National Park und ca 14:45 Uhr auf dem Campingplatz.

Der Elk Island National Park, ein für kanadische Verhältnisse kleiner Nationalpark (194 Quadratkilometer), befindet sich ca. 45 km östlich von Edmonton in den Beaver Hills, einer naturbelassenen Hügellandschaft mit zahlreichen Seen, Sümpfen und Teichen. Der Park ist der einzige Nationalpark Kanadas, der komplett eingezäunt ist. Inmitten der sehr vielfältigen Tierwelt (u.a. Wapitis, Elche, Hirsche und Biber sowie unzählige Vogelarten, zum Teil hier beheimatet, zum Teil als Zugvögel auf der Durchreise) locken uns vor allem die Waldbisons, die 1965 hier mit 23 Tieren angesiedelt wurden, und sich seitdem so prächtig vermehrt haben, dass Tiere in andere Parks in ganz Nordamerika abgegeben werden. Wir freuen uns, dass diese urwüchsigen Wesen vor der Ausrottung bewahrt werden konnten …
 

Der Campingplatz ist total schön, weitläufig angelegt, außerdem gibt es ein Areal für Tagesgäste, die besten, saubersten und neuesten sanitären Anlagen bislang auf dieser Reise. Der einzige Wermutstropfen ist das anhaltend kühle und schlechte Wetter (Regen). Trotzdem sitzen einige Kanadier ohne Zelt in hoffentlich wetterfester Kleidung an ihrem Feuer, das immer wieder bestückt wird, damit es bei dem Dauerregen nicht erlischt. 😉

Heute Abend beim Kniffeln gewonnen, aber beim Uno verloren. Der Glücksgott der Karten hat eindeutig ein Faible für Olaf!

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